Seit 1946
Kuba
Geschmack

Since 1946 Cuba flavored

DIE GESCHICHTE DER MARKE RON LEGENDARIO

Die Geschichte des Rums zu erforschen gleicht einer Reise durch die Geschichte von Kuba.

Diese Spirituose bildet gemeinsam mit dem Tabak und dem Kaffee jenes charakteristische Erzeugnis, das die Persönlichkeit der Insel grundlegend prägt.

Das Zuckerrohr wurde auf der Insel von Admiral Christoph Kolumbus im Zuge seiner zweiten Entdeckungsreise eingeführt. Ende des XVI. Jahrhunderts wurden die Voraussetzungen für den Aufbau einer Wirtschaft auf Grundlage der Monokultur geschaffen. Die Eroberer waren auf der Suche nach Gold auf diese Insel gestoßen, brachten schließlich jedoch statt Gold Zucker auf den europäischen Kontinent mit.

Bis heute ist man sich über den genauen Zeitpunkt, an dem der Rum entwickelt wurde, nicht sicher. Es war jedoch der Priester Jean-Baptiste Labat, der im Jahr 1772 beobachtete, wie die Sklaven mit rudimentären Methoden Zucker erzeugten und aus dem Zuckerrohr einen stark konzentrierten Sirup gewannen, der Tafia genannt wurde. Dieser im späteren Verlauf der Fermentation unterzogene Sirup wurde aus einer Melasse hergestellt, die nicht kristallisiert und als Miel de Purga (Zuckerrohrmelasse) bezeichnet wird. Für die Gewinnung der Melasse wurde mithilfe der sogenannten Trapiches, den Zuckerrohrmühlen aus Holz, das Zuckerrohr zunächst gehäckselt und gepresst. Der auf diese Weise gewonnene und als Guarapo bezeichnete Zuckerrohrsaft wurde in einfachen Kesseln gekocht, um die Präzipitation der Zuckerkörner zu bewirken.

Im Jahr 1837 wurde auf Kuba die erste Eisenbahn Lateinamerikas in Betrieb genommen, um die Entwicklung der kubanischen Zuckerindustrie dank des Einsatzes dieses modernen Transportmittels voranzutreiben. Somit waren die Grundlagen gesetzt, die einen atemberaubend schnellen Anstieg der Produktion von Rohzucker und Branntweinen ermöglichten. Die in den Anfangszeiten hergestellte, noch ziemlich naturbelassene Melasse wurde später dann gereinigt, in Wasser gelöst, mit Hefe versetzt und der Fermentation unterzogen. Anhand dieses Verfahrens wurde die sogenannte Batición gewonnen, eine weinähnliche Flüssigkeit, die gebrannt und in Holzfässern aus amerikanischer Eiche gereift wurde. Im Zuge dieses Reifungsprozesses entstanden leichte Branntweine, aus denen man Mischungen herstellte, die weiter gereift, verfeinert und gefiltert wurden. Als Endergebnis wurden Zuckerrohr-Branntweine verschiedener Güteklassen erzielt.

Erst gegen 1862 wurde „offiziell” die Produktion verschiedener Rumarten von hochwertiger Qualität aufgenommen, die sowohl für den Verbrauch im eigenen Land als auch für den Export bestimmt waren.  Anfang des XX. Jahrhunderts erlebte der Rum auf Kuba einen wahren Boom. Es entstanden viele verschiedene Marken, die sich wie Legendario, auf dem neu entwickelten Markt festigen konnten und ihren Fortbestand haben.

Auf diese Weise wurden die verschiedenen Branntweine, Liköre, Elixiere und Rumarten zu einem festen Bestandteil des Lebens auf Kuba.

Alle diese Spirituosen finden aber auch noch auf einer anderen Ebene ihre Anwendung, und zwar für die Zubereitung von Cocktails. Aus der Verbindung von Likören, Branntweinen und Säften entstehen erfrischende alkoholische Getränke. Unter den kubanischen Cocktails sind unter anderen besonders der Daiquiri, der Mojito und der Cuba Libre hervorzuheben, die von berühmten Persönlichkeiten, wie Ernest Hemingway, Greta Garbo, Sophia Loren, Spencer Tracy und Brigitte Bardot verkostet und allgemein bekannt gemacht wurden.

Über die Entstehungsgeschichte des Wortes „Rum“ kursieren viele verschiedene Theorien. Was jedoch nicht bezweifelt werden kann, ist die automatische Assoziation dieses Getränks mit Festen und Partys, gesellschaftlichem Austausch und entspannter Atmosphäre, denn all dies sind Gelegenheiten, bei denen Rum ein beliebtes Getränk darstellt.

Lesen Sie mehr